NBB Netzgesellschaft Berlin Brandenburg mbH & Co. KG

Reparatur mittels Loctite Composite Repair System

Die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG (NBB) ist Netzbetreiber eines der größten örtlichen Gasverteilnetze in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Nichtmetallische Reparatur

Durch einen Baggereinsatz ist an einer Gashochdruckleitung DN 200 DP 25 der NBB ein Schaden entstanden. INFRACON wurde im Frühjahr 2019 beauftragt, den Schaden mittels eines nichtmetallischen Reparaturverfahrens – Loctite Composite Repair (Loctite CPR) zu beheben. Damit können Wanddickenminderungen bis hin zu Durchbrüchen, Schweißnähte und Beulen an Leitungen sowie T-Stücke, Rohrbögen, Reduzierstücke und Flansche repariert werden. Das Besondere an dem Verfahren ist, dass es auf Basis eines Glas-Kohlefaserverbundsystems funktioniert, womit schließlich die fehlerhafte Stelle einlaminiert wird.

Vielfältige Vorteile


In Abhängigkeit der technischen Parameter bietet das System Kostenvorteile gegenüber konventionellen Instandsetzungsverfahren, die extra Bauteile oder Schweißer erfordern. Ebenso ist es möglich, entsprechende Schadstellen ohne größere Betriebseinschränkungen zu reparieren, womit Stillstandzeiten reduziert oder vermieden werden. Das Produkt ist nicht nur auf die Instandsetzung von Gashochdruckleitungen beschränkt. Ebenso können Wasser-, Öl- oder auch Chemieleitungen damit saniert werden.

Umsetzung

INFRACON bietet von der Anhörung des Sachverständigen über die Materialberechnung und - lieferung bis hin zur Applikation alle Leistungen aus einer Hand. Im Fall der NBB hat INFRACON über ONTRAS das benötigte Material berechnet, beigestellt und vor Ort die Applikation
unter Aufsicht eines Supervisors übernommen. Üblicherweise muss zunächst die Rohrleitungsoberfläche von der bestehenden Umhüllung, scharfen Kanten und Staub befreit werden. Ebenfalls gehört die Reinigung der Oberfläche wie auch das Auftragen eines temporären Korrosionsschutzes und Haftvermittlers zu diesem Arbeitsschritt. Nach Kontrolle der Umgebungs- und Oberflächentemperatur sowie der Luftfeuchtigkeit kann die beschädigte Stelle mit einer Art Klebstoff (keramikgefülltes Epoxid) nachgebildet werden. Anschließend beschichten die Mitarbeiter die Rohroberfläche mit dem aus Harz und Härter hergestellten Epoxid. Zum Schluss fixieren sie das erst aufgerollte und später auf das Rohr laminierte Glas-Kohlefasergewebe mit Abreißband.